Auf unseren zweiten Etappe stehen der Olperalp- und der geschichtsträchtige Gotthardpass auf unserem Programm. Von der Strecke wird es unsere kürzeste Etappe werden, da wir bereits in Nante bei Airolo unser Tagesziel erreichen.

Nachdem wir gestern bereits bis nach Sedrun gefahren sind, fehlen uns heute lediglich noch 650hm um den Oberalppass zu meistern (2046 m). Von unserer Unterkunft aus zieht sich das Tal auf langer Strecke langsam den Pass hinauf. Die tief hängenden Wolken bieten eine kühle Abwechslung zum heißen Tag gestern. Erst kurz vor dem Pass wird die Steigung stark genug, dass hier Serpentinen gebaut wurden.

Leider liegt der Oberalppass selbst in den Wolken, die vor allem in nächsten Tal um Andermatt hängen, sodass wir keine Aussicht genießen können, sondern zügig die Abfahrt antreten.

Andermatt selber ist stark bewölkt und mit 17°C deutlich kühler als die andere Seite des Passes. So begeben wir uns noch vor der Mittagspause in den Anstieg zum Gotthardpass. Auch wenn die Passstraße im oberen Verlauf eine alte und neue Route bietet und die neuere mehrheitlich von Autos befahren wird, wählen wir diese Route. Die alte Straße ist noch vollständig gepflastert und auf dieser Seite des Passes in einem sehr schlechten Zustand. Der Hauptverkehr wird allerdings durch den Gotthardtunnel geleitet.

Ab der Abzweigung der alten Straße herrscht so starker Nebel, dass die Sicht teilweise unter 50m liegt. So halten wir uns auf der Passhöhe des Gotthard (2106 m) nur wenige Minuten auf; nach einem obligatorischen Pass-Foto beginnen wir die Abfahrt über die wirklich sehenswerte alte Passstraße mit vielen berüchtigten Serpentinen. Der Nebel reißt langsam wieder auf.

Airolo, das am Fuße des Passes liegt, ist unser heutiges Etappenziel. Hier legen wir einen Pausentag ein.