In Juni vor unserer Tour hatte Südfrankreich mit einem schweren Hochwasser zu kämpfen. Davon war auch die Westabfahrt des Tourmalet betroffen. Als wir in unsere Tour starten, war der Pass daher gesperrt, so dass wir bereits eine Alternativroute durchs Tal über Lourdes geplant haben.

Erst in unserer Unterkunft in St. Marie de Campan erfahren wir, dass wenige Tage davor der Pass wieder freigegeben worden ist, sodass wir es uns nicht nehmen lassen diesen berühmten Pass doch - wie ursprünglich geplant - zu fahren.

Direkt in St. Marie de Campan beginnt der Anstieg zum Tourmalet. Anfänglich geht es bei mäßiger Steigung und noch im Schatten eines Waldes in Richtung Pass. Nach den ersten steileren Abschnitten durchqueren wir den Skiort"La Mongie, der mit seinen Hotels und ausgedehnten Liftanlagen leider die Idylle der Berglandschaft zuerstört.

Gegen Mittag erreichten wir den berüchtigten Pass (2115 m). Seine Berühmtheit verdankt der höchste asphaltierte Pass in den französischen Pyrenäen seiner zentralen Rolle bei der Tour de France. Wir lassen es uns nicht nehmen die obligatorischen Fotos mit dem "Géant du Tourmalet" zu machen und den Ausblick einige Momente zu genießen.

Da sich von der Westseite kommend aber bereits ein Gewitter anbahnt, entscheiden wir uns zügig abzufahren. Stellenweise sehen wir noch die Folgen der Überflutung, weggerissene Häuser und Straßenabschnitte. Wie befürchtet kommen wir nun in das Gewitter und müssen uns für einige Zeit unterstellen. Anschließend erreichen wir halbwegs trocken auf einer gut befahrenen Straße Richtung Argèles Gazost, wo wir zwei Tage Pause einlegen.